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Jahrmarkt der Eitelkeiten

Im frühen 20. Jahrhundert war das von Ursulinenschwestern betriebene Mädchenpensionat im belgischen Onze-Lieve-Vrouw-Waver nicht bloß eine Schule, in die begüterte Eltern aus aller Welt ihre Kinder schickten. Mit dem Wintergarten konnten die Nonnen überdies ein Spitzenwerk der Belle Époque vorweisen. Nach zweijähriger Restaurierung ist der Jugendstilsaal wieder für das Publikum zugänglich. Der Jugendstil, dessen Blütezeit sich von den späten 1890er bis zu den frühen 1910er Jahren erstreckt, war eine internationale Bewegung. Doch in Belgien erfuhr die Kunstrichtung, die hier Art Nouveau genannt wird, besondere Verbreitung. Belgische Jugendstil-Vertreter wie Victor Horta, Paul Hankar oder Henry van de Velde erschlossen Architektur und Innenausstattung ganz neue Ausdrucksmöglichkeiten. Hortas Jugendstilbauten in Brüssel gehören sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Jugendstil-Juwel, das der Entdeckung noch harrt, findet sich in Onze-Lieve-Vrouw-Waver, einem Dorf in der Nähe von Mechelen. Dessen ehemaliges Ursulinenkloster beherbergt den »Wintertuin«. Mit seinem Tonnengewölbe aus Glas, das über und über floral verziert ist, und dem originalen Interieur aus dem Jahr 1900 präsentiert sich der Saal als Gesamtkunstwerk des Jugendstils. Anders als bei den Bauten von Horta oder Van de Velde ist leider nur unklar, wer den Wintergarten der Ursulinen entwarf. Dennoch besticht er auch ohne greifbare Künstlerpersönlichkeit.  Ein Detail des Wintergartens im belgischen Mädchenpensionat Onze-Lieve-Vrouw-Waver.…
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